Nationalpark Bike-Marathon

14. August 2021
Rider: Bötze
Guest: Jon-Ass
Facts: Vallader, Start in Scuol, 141 km / 3’848 hm – Jauer, Start in Fuldera, 107 km / 2’756 hm
Website: Bike-Marathon

Die Valladerstrecke führt vom Unterengadin ins Val Müstair nach Livigno und über das Oberengadin einmal rund um den Schweizerischen Nationalpark herum.

Nach optimaler Vorbereitung am Abend zuvor, mit etwas Wein und Bier, mussten die beiden Probanden früh aus den Federn. Jon-Ass noch etwas früher, hi-hi ;)

Kurz zusammengefasst: einer der tollsten MTB-Races ever, die Stimmung entspannt und gleichzeitig irgendwie mystisch, die Trails absolut im Bereich des Machbaren und vor allem auf den letzten Kilometern eine tolle Stimmung.

Mir wurde sogar die Brille am Verpflegungsposten geputzt.

„Der Chaschauna ist ein Saucheib,“ ich kann es nicht anders sagen, das einzige Mal, wo wir den Göppel am liebsten weit weggeschmissen hätten, unzählige Minuten mussten wir unser Bike dort in die Höhe schieben – Trailrunner wären klar im Vorteil gewesen. Was ein Feeling, als es endlich geschafft war, da war die Zuversicht gross, auch den Rest des Rennens noch zu bewältigen.

Es war ein Rennen mit vielen Schotterstrassen, wo man richtig Gas geben kann und welches auch mit einem Hardtail zu überstehen ist, ich verstehen jeden, der dort seit Jahren immer wieder zur Startlinie rollt

Die Zieleinfahrt war dann doch eine Erlösung, 1 Mal pro Tag reicht also völlig aus.

Bier, Wurst und Tralala gab es danach natürlich auch noch – ich denke, wir haben uns beide etwas verliebt in den Nationalpark Bike Marathon, der Charme macht es eben aus ;).


eiger bike-challenge

14. August 2021
Rider: Bötze
Guest: Jon-Ass
Facts: 4200 hm/80 km und 2500 hm/50 km
Website: Eigerbike

Während Urs Huber und Ester Süss zum Mittagessen wieder zurück im Ziel waren – Gratulation an dieser Stelle – ging für Boetze und Jonas der Kampf noch weiter.

Übers Feld, richtig schön steil, mit viel Geröll die ersten ca. 1000 HM, danach folgten Bort, Grosse Scheidegg und auf die First, wo wir doch langsam das Gefühl hatten, dass der Tag noch sehr lange und heiss werden könnte.

Die Aussicht war atemberaubend, die Singletrails liessen keine Wünsche offen, die Tour hatte jede Menge davon, in allen Variationen, es schien kein Ende zu nehmen.

Nach dem Bachalpsee folgte die Abfahrt diese war z. T. eher heikler Natur. Ein Brunnen auf der Kleinen Scheidegg war dann die Rettung, bevor mir die Birne wegplatzte, von der Kleinen Scheidegg her war es leider keine reine Abfahrt, aber immerhin man hatte das Gefühl dem Ende entgegenzufahren, die paar Gegensteigungen und schliesslich der Schlusspart vom Grund ins Ziel war wohl eine Art „Tschüss“ zu sagen ;).

Es forderte wirklich sehr viel ab, nicht zuletzt wegen der Hitze, besonders im letzten Drittel und einige Male wurde man auch gezwungen abzusteigen, was man dann auch zu spüren bekam je länger das Rennen ging und bestimmte Muskelpartien sich ganz verweigerten.
Cooler Anlass, quirlige Trails und jede Menge Höhenmeter mit viel, extrem viel Sonne.
In Grindelwald selber fanden wir am Tag vorher ein wunderschönes Pub, wo ich gerne mal mehr Zeit verbringen würde, wir kommen wieder, keine Frage, aber ich könnte mir ein Wiedersehen auch gut im Winter auf den Skiern vorstellen ;-).  (Text: Bötze)

Jura Derby – abstand halten in Zeiten von Corona

Ein paar hartgesottene Bikeschlappis liessen es sich nicht nehmen, das Jura Derby auch im Pandemiejahr 2021 abzufahren. Es lockte eine feine Pouletflügeliplatte im Villa Dörfli und ewiger Ruhm im Bikerhimmel. Die Abstände wurden dank Marlboro Mans Räucherungen sauber eingehalten und auch der Meldezettel im Restaurant wurde sauber ausgefüllt. Toll gemacht Jungs!

Bikeschlappis Goldtour

Riders: Dave, Franky & Bötze
Guest: Sven
Facts: 213 km & 4700 hm
Connect Garmin
www.alpenbrevet.ch

Furka, Nufenen, Lukmanier und Oberalppass, knapp 5000 HM waren das Ziel.

Immer wieder kam die Frage auf, wer sich diese Tortour überhaupt antun wollte und warum man nicht die alte Strecke ausgewählt hatte, welche nicht ganz sooo lang gewesen wäre. Egal ;), der Leidensweg war immens und immens lang, zwischen 9 1/2 und 10 ½ Std. war die Leidenszeit für die drei Schlappis und Sven, unserer Speerspitze.

Part 1 | 7,4% | 12 km | 2429 m. ü. M. (Eröffnung 1866)

Der Furka war zum Einfahren gerade richtig, mit frischen Beinen absolut machbar und so plauderten sich die Schlappis & Sven Meter für Meter hoch. Anschliessend eine flotte Abfahrt ins Tal ehe der Nufenenpass wartete.

Part 2 | 8,6% | 13 km | 2478 m. ü. M. (Eröffnung 1964)

Schlappe 1119 HM gilt es abzustrampeln, der Nufenenpass erwies sich als eine Herausforderung, Herr Böttger wurde von seinen Kollegen denn auch mehrfach gewarnt: „dä esch ganz schlimm und hört nie uf“, ja genau so war es, ich dachte immer wieder: „warum nimmt er kein Ende“. Dazu kam, dass das Thermometer analog dem Nufenen stetig aufwärts ging. „Shit“, wie kann ein Pass so gemein sein und wie gemein ist es, wenn e-Bikes ohne einen Schweisstropfen zu verlieren locker an einem vorbeirauschen! Nach einer gefühlten halben Ewigkeit oben angekommen, gab es dann ein wunderschönes Gruppenbild auf 2478 m. ü. M. Anschliessend ging es auf die 60 km lange Abfahrt über Airolo bis nach Biasca, welche geprägt war von extremen Gegenwind und keinesfalls nur als Erholung diente.

Part 3 | 4% | 40 km | 1915 m. ü. M.

Vor der Grillparade gab es noch Spaghetti und Pasta, gepaart mit Cola und Mineral für die 4 Radler. Wunderbar, aber es war schon etwas später und ich dachte „shit,“ wir haben immer noch 2500 HM zu bewältigen und so wirklich frisch fühlte sich niemand von uns. 1613 HM über 40 km verteilt, einfach herrlich der Weg zum Lukmanier, vor allem die Temperatur, das Wort heiss hat für uns vier seitdem eine neue Bedeutung. Man fühlt sich wie ein Würstchen über dem Grill und es gibt kein entrinnen als mitten durch die Hitze zu radeln. Ein ganz schöner Teil des Alpenbrevet, aber es war stellenweise so heiss, dass wir kurze Pausen einbauen mussten, sonst wäre es wohlmöglich kritisch geworden. Fränki war besonders angetan von der prallen Sonne und so kam öfters mal der Satz: „Aso jetzt esch fertig, jetzt gohts eifach nöme, das hört jo nie uf“ ;) Oben angekommen ging es ab Richtung Disentis, rasant wie sich das gehört, wenn man mal von den nervenden Bausteln bzw. Ampeln absieht.

Part 4 | 4,4% | 21 km | 2044 m. ü. M.

30 km taleinwärts und dann kam der Oberalppass, der, auch dank angenehmeren Temperaturen besser zum Fahren war. Aber klar, auch dieser wurde uns vieren nicht geschenkt, trotzdem sehr cool, waren wir doch sozusagen alleine. Oben angekommen zeigte der Uhrzeiger dann doch auch schon 20:30 Uhr an und es wurde so richtig schön kühl. Dave hatte extremen Drank ins Tal und so nahmen wir die restlichen 10 km Abfahrt noch unter die Räder, dort wartete Sven schon mit einem breiten Lächeln im Gesicht auf uns. In Andermatt angekommen waren wir einfach nur happy es endlich geschafft zu haben.

Zu Hause im Dörfli  ;-), gab es dann noch das verdiente Bier mit feinen Pommes, Yesss! (Text: Bötze)

Iron Bike Einsiedeln

Rider: Bötze
Facts: 101 km / 3’700 hm
https://www.iron-bike.ch

Währenddem die Mountainbike-Marathon-Weltmeisterschaften in Grächen stattfand, die Hector Leonardo Paez aus Kolumbien und die Französin Pauline Ferrand-Prévot für sich entschieden, ging auch das dritte Iron Bike dieses Jahr über die Bühne und zwar jenes in Einsiedeln, welches das letzte der Classic-Serie ist.

Wie üblich begann das Ganze mit einer Schweigeminute und dem Segen des Abts von Einsiedeln, danach ertönten die Glocken von AC/DC, „so geil“.

Das erste Mal, das einem das Gefühl beschleicht, „da kommt was auf dich zu:“ so war es dann auch, der Start war wieder unglaublich schnell, das Surren der Räder am Sihlsee entlang, mit 40 z. T. 50 Sachen unterwegs.

Schmale Trails mit zu vielen Bikern folgten extreme Rampen, die viel steiler nicht sein konnten. Die Strecke bis zum Euthal wo wir das letzte Mal den See von nahem sahen, war dann auch geprägt von einem ständigen auf und ab. Nun stiess die Spitze der 70 km-Strecke zu uns; die schmalen Jungs und Mädels waren aber schnell wieder aus meinem Sichtfeld ;). Zu erwähnen wäre hier noch die erste gefährliche Abfahrt auf der Schotter Stein Strasse. Wer hier nicht aufpasst ist erstmals weg vom Fenster.

Den Bergpreis auf dem Wisstannen konnte man aus zeitlichen Gründen nicht entgegennehmen ;-) Das war ein kleiner Vorgeschmack, was noch kommen würde. Der „grosse Bergpreis“ kam dann auf dem Spirstock, doch bis dahin waren es endlose Höhenmeter die man sich erkämpfen durfe und die anschliessende Schiebepassage auf die Spitze war dann der Höhepunkt in jeglicher Hinsicht. Die Aussicht auf beide Seiten der Spirstocks war atemberaubend.

Neben ein paar schönen Abfahrten, die aber auch nicht ohne waren, und einer extremen Passage, die v. a. die Elite fahren konnte, kamen auch wieder extrem steile Schotterpisten die zu fahren waren. Jetzt ging es darum das Tempo einigermassen zu halten und trotz anbahnenden Krämpfen, durchzubeissen.

Die Stimmung und das soll hier mal gesagt sein, ist der Hammer am Iron Bike Einsiedeln. Kenne bis jetzt nichts Vergleichbares; toll wie alle mitmachen und dich bis zum Schluss anfeuern, das hilft wirklich ;-) Der Mann im Liegestuhl, der auf den letzten steilen Hügel zeigt, wo sich die Strecken mischten, kannte ich ja schon und es hat mich kalt gelassen, ist es doch def. der letzte Hügel vor dem rettenden Ziel, das sahen andere aber nicht so und die Jammerei ging dementsprechend los ;)

Jetzt galt es noch die letzte Abfahrt zu bewältigen, teilweise vorbei an den Teilnehmer der kürzeren Strecken. Welch ein Gefühl, endlich die Ziellinie zu überqueren und das anschliessende Bier war ein Geschenk Gottes ;-)

Dieses Rennen ist definitiv eine Challenge, die Stimmung an diesem top organisierten Event ist aber einmalig und so gesehen hat es einen ganz besonderen Status verdient. (Text: Bötze)

O-Tour

Rider: Bötze
Facts: 86 km / 3000 hm
https://www.o-tour.ch

Die O-Tour, welches auch zu der Classic-Serie zählt, jährte sich zum 17. Mal und so dachte man sich, das wäre doch noch was zum Mitmachen, zugleich zählte das Rennen als Schweizermeisterschaft, welches Urs Huber für sich entschied. Das Wetter spielte eine zentrale Rolle, mit dem Regen und der Kälte fand nur ein kleiner Teil der Biker-Welt den Weg nach Alpnach OW, entsprechend stimmungslos war dann der Startschuss für die wenigen, die dem Wetter strotzten. Wie man mir versicherte war es sonst immer schön an diesem Anlass.

Viel wusste ich nicht über dieses Rennen, ausser dass es viele Trails und 2 steile Anstiege hat. Das war auch so, noch bevor der erste lange Anstieg von 1500 hm bis auf die Langis geschafft war, mussten die ersten Trails bergauf überwunden werden. Erstaunlich das die meisten Biker sich eher für die Sommerausstattung entschieden hatten, kurze Hosen etc., war es doch auf der Spitze nahe am Gefrierpunkt.

Die Langis hinauf ging es ziemlich schnell aufwärts, schon da war ich erstaunt in welchem Tempo viele Biker unterwegs waren, die Abfahrten und vor allem die Trails forderten die volle Aufmerksamkeit, krass wie auch hier die meisten volle Kanne unterwegs waren. Die Wiesen waren wie Seife und so machten einige Mitstreiter dann doch einen sanften Abflug. 

Was war das für ein komisches Surren und Summen zwischendurch? «Hilfe!» E-Bikes zogen plötzlich an mir vorbei, auf der Strasse, aber auch mitten im Trail, «stimmt», dachte ich mir, die fahren auch mit…. – seltsames Gefühl, wenn die ohne nichts an dir vorbeiflitzen!

Schon lange nicht mehr wurde ich so gefordert in Sachen Single Trails im Mix mit Nässe, Kälte und die schlechte Sicht machten es zu einer regelrechten Schlammschlacht. Allerdings gab es auch Biker die das voll toll fanden, Zitat: „Läck mer, so viel Dräck, aber es esch eifach nume geil“, ich nickte einfach mal und war mir nicht sicher, ob ich da gleicher Meinung war. Irgendwie fand ich das auch, aber irgendwie war es auch einfach nur brrrrrrr!

Jetzt wechselte man die Seite, der Halbmarathon war hier zu Ende, für uns ging es weiter, wobei ich den 2. Teil angenehmer empfand, ebenfalls startet man hier Richtung Ächerli den Berg hinauf. Inzwischen sah ich fast gar nichts mehr und das Schalten wurde immer mühsamer, da das ganze Schaltwerk ein einziger Dreckklumpen war, welcher sich bei den Bachüberquerungen selber reinigen konnte oder man Griff zur Bidon-Säuberungsaktion… ;) Beim letzten Verpflegungsposten und einem kurzen Schwatz, wurde einem versprochen, nur noch ca. 300 HM und dann gehts abwärts.

Keine Ahnung, ob das 300 HM waren, es kam mir einiges länger vor und die letzten Abfahrten war der Höhepunkt dieser sonst schon extremen Trail-Tour. Ich staunte nicht schlecht als ich die steilen, Abhänge vor mir sah und die extrem langen Trail-Abfahrten unter die verschlammten Räder nahm. So wurden wir nochmals richtig durchgeschüttelt und vom Dreck traktiert, bis es flach einige Kilometer über den Flugplatz, dem Fluss entlang ins befreiende Ziel ging. Die schönste Dusche seit geraumer Zeit, es war eine Wohltat.

Wäre spannend diese Tour mal bei Sonnenschein zu absolvieren. Für Trail-Liebhaber die richtige Wahl :) (Text: Bötze)

Oh de Cologne – das erste offizielle Bikeschlappis Bier

Riders: Aschi, Franky, Isaias, Kriegel, Bötze, Höfi, Joe, Ramin, Dave & Moikk
Ort: Bottenwiler Waldhütte
Flickr Pix

Während die meisten Bikeschlappis den Sommer hindurch auf der faulen Haut lagen oder im besten Falle die eine oder andere poplige Biketour unternahmen, scheute Joe, unser Braumeister, keinen Aufwand und tüftelte am ersten offiziellen Bikeschlappis Bier herum.

Anfangs September war es dann so weit, zehn Schlappis trafen sich beim Bottenwiler Waldhaus, um das gebraute Wässerchen endlich seiner Bestimmung zuzuführen und unsere trockenen Kehlen zu erquicken. Nach den ersten Zügen war das Verdikt schnell gefällt und die Meinungen einhellig; ein perfekt auf die Bikeschlappis abgestimmtes Bier – süffig, herb und mit einer leichten Note von Mango. Dabei nicht unerwähnt bleiben darf, die von Kriegel, unserem Bildpfuscher, kreiirte Etikette. Das Auge trinkt ja schliesslich mit, jedenfalls in nüchternem Zustand.

Was nach einer ersten Würdigung des Bieres allerdings folgte, offenbarte einmal mehr die wahren Stärken eines hartgesottenen Bikeschlappis. Oder anders gesagt; dass nach 15 Liter Bier bei keinem auch nur ein Anzeichen von Trunkenheit erkennbar war, spricht Bände. Vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass die 20 exzellent-pikanten Würste von Aschi, unserem Fleischhauer, genügend Boden gaben.

Alles in allem ein würdiger Sommerabschluss oder ein berauschender Start in die Herbstsaison. In diesem Sinne: cheers! (Text: Dave)

Alpenbrevet Andermatt

Riders: Franky & Dave
Facts: 4 Pässe, 160 km & 5’094 hm
https://www.alpenbrevet.ch

Am Freitagnachmittag machten sich 2 Schlappis auf den Weg nach Andermatt mit dem Ziel am Samstag 4 Pässe zu bezwingen. Ich war mir nicht sicher und sagte zu Dave, wir starten zusammen, aber ich gehe auf die kleine Strecke. Am Samstagmorgen gab es ab fünf Uhr ein reichhaltiges Frühstück im Zelt, war auch nötig bei dem was uns bevorstand. Nachdem wir uns umgezogen hatten, ging’s zum Start. Und wie immer waren die Temperaturen schrecklich kalt für mich. Nach dem Start ging’s hinter dem Pace-Car runter bis nach Wassen, Dave war schon nicht mehr zu sehen. In Wassen ging’s direkt hoch zum Sustenpass um sich aufzuwärmen. Die rasante Abfahrt nach Innertkirchen war auch nicht ohne, zumal es bitter kalt war, zumindest für mich. Der nächste Aufstieg zum Grimselpass 24 km und ca. 1500 Höhenmeter zog sich in die Länge. Dafür wurde man mit der Abfahrt bis nach Ulrichen belohnt. Der berüchtigte Nufenenpass zu bezwingen, mit einer Durchschnittlichen Steigung von 8,8 % und maximaler von 13% war auch nicht ohne. Nach zwei Pässen wurde es zunehmend zur Qual, so das die Füsse zu Brennen begannen und 3 km vor der Passhöhe eine Pause einlegte um die Schuhe auszuziehen, mit dieser Gelegenheit auch eine zu Dampfen. Die Abfahrt nach Airolo durch das Val Bedretto konnte man richtig Geniessen. Jetzt galt es den letzten Pass zu bezwingen, der Gotthardpass mit der berüchtigten Tremola, man wurde so richtig durchgeschüttelt, zum Glück war der Aufstieg angenehmer als der Nufenenpass. Auf den letzten 10 km  nach Andermatt freute ich mich auf das Bier. Dave stand schon am Ziel geduscht und fragte sich wann kommt  Fränki endlich, er hat sich einen satten Vorsprung von 2 Stunden verholfen. (Text: Franky)

Iron Bike Ischgl

Rider: Bötze
Facts: 76,64 km / 3700 hm
https://www.ischgl.com/de/Events/Sommer-Highlights/Ischgl-Ironbike

Nun war es soweit: der 2. Iron Bike in diesem Jahr, allerdings in Ischgl, Austria, eher bekannt für zum Skifahren mit dollem Après-Ski und 5-Sterne-Hotels, startete zum 25. Mal diesen Bike-Event. Das Wetter gemischt, in etwa, wie die Gefühle des Schlappis vor dem Start.

Es ging los Richtung Mathon, Galtür mit den ersten paar 100 HM, das ging alles sehr flott, 5 mal die Beinlinge hochgezogen und einmal die Kette neben dem Kranz, das war zum Aufwärmen. Bei der 1. Einfahrt in Ischgl waren die meisten Teilnehmer schon ziemlich nass, wenn das so weitergeht… Das Wetter wurde besser die Höhenmeter mehr und wie: Hohe Zirbe, kurzes Interview mit einem Biker neben mir, mit 50ig den ersten Marathon hier, inzwischen ist er 66ig, ich ziehe meinen Hut. (Natürlich hat er keinen verpasst).

Danach kam ein lange Abfahrt auf Schotter, soviel Schotter, dass es mich und ein Mädel hinter mir das Rad wegzog, aber man konnte weiterfahren mit einem Kranz weniger und ein paar Schrammen mehr… Schliesslich der Salaaser Kopf, zusammen 1400 HM und irgendwann war das erste 2-teilige HM-Monster geschafft, heftig-deftig, vor allem auf die paar KM!

Die nächsten Trails waren schlammig und die anschliessende Abfahrt nach Samnaun danach aber kein Problem. Die Alp Trida hinauf waren es dann weitere 1000 HM bis allen die Birne rauchte, es schien kein Ende mehr zu nehmen, ebenso die Steilheit dieses Berges.

Die anschliessenden Trails waren geil, wirklich, aber auch da musste man das Tempo anpassen, nasser Untergrund, und sich voll auf die Trails konzentrieren… zum Schluss gab es dann als Sahnetörtchen noch weitere 300 HM bevor ein letzter tricky Trail und die anschliessende Abfahrt nach Ischgl den Weg frei machten ins Ziel.

Es war ganz schwierig dieses Rennen im Vorfeld abzuschätzen: und so war es auch eher ein spezielles Rennen, sicher nicht für jedermann, wer es aber gerne extrem hat, ist hier goldrichtig, Indianerehrenwort ;-) (Text: Bötze)

Die (Fast-)Wurstomat-Tour

Riders: Kriegel, Ramses & Baba Moikk

Was macht man an einem herrlichen, 33-Grad-heissen Abend?

Richtig – man schwingt sich mit Dr. „die Rippe“ Moikk und Master Ramsy Matt-Lee aufs nicht-unterstützte Bike und fährt eine schwule Bike-Tour.

Der als Delphinas-mit-Znacht getarnte Ausflug entpuppte sich jedoch schon bald als Mogelpackung, denn Moikk hatte die grandiose Idee, die Tour etwas zu verkürzen, mit ein paar coupierten Passagen zu versehen und beim Wurstomat in Dagmersellen noch ein paar leckere Darmfreuden zu ziehen, um die dann im Kollektiv auf Lord Ramsy’s Anwesen auf dem Schürberg gülden bräteln zu lassen.

Nun ja, hätte ich noch Speichel gehabt, er wäre mir im Hals stecken geblieben. Und auch das lauwarme Wasser im Bidon konnte mich nicht erfreuen. Wortlos fuhr hinter den beiden MTB-Gazellen her, die sich auch in den gröbsten Aufstiegen noch unterhalten konnten.

Der Rest ist schnell erzählt: anstatt des Wurstomaten wurde die Landi Mehlsecken angepeilt, wo man sich mit Cervelats, Steaks, Chips und Salat eindeckte, weiter pedalieren auf den Schürberg, wo Minuten später der Grill bereits seine Flammen emporzüngeln liess. Die Tiere auf dem Anwesen hatten ihre helle Freude, bellten, miauten und schnurrten sich ins Koma und der kleine Buddy durfte sogar ein Chips aus Schärlis Schritt vernaschen.

3 bzw. 4 Aludosen später gings bei angenehmeren Temperaturen wieder einige Höhenmeter runter Richtung Zofingen. Gedankt sei dem Wettergott, dem Gott des Grills und der Dessertgöttin Chanti! (Text: Kriegel)