O-Tour

Rider: Bötze
Facts: 86 km / 3000 hm
https://www.o-tour.ch

Die O-Tour, welches auch zu der Classic-Serie zählt, jährte sich zum 17. Mal und so dachte man sich, das wäre doch noch was zum Mitmachen, zugleich zählte das Rennen als Schweizermeisterschaft, welches Urs Huber für sich entschied. Das Wetter spielte eine zentrale Rolle, mit dem Regen und der Kälte fand nur ein kleiner Teil der Biker-Welt den Weg nach Alpnach OW, entsprechend stimmungslos war dann der Startschuss für die wenigen, die dem Wetter strotzten. Wie man mir versicherte war es sonst immer schön an diesem Anlass.

Viel wusste ich nicht über dieses Rennen, ausser dass es viele Trails und 2 steile Anstiege hat. Das war auch so, noch bevor der erste lange Anstieg von 1500 hm bis auf die Langis geschafft war, mussten die ersten Trails bergauf überwunden werden. Erstaunlich das die meisten Biker sich eher für die Sommerausstattung entschieden hatten, kurze Hosen etc., war es doch auf der Spitze nahe am Gefrierpunkt.

Die Langis hinauf ging es ziemlich schnell aufwärts, schon da war ich erstaunt in welchem Tempo viele Biker unterwegs waren, die Abfahrten und vor allem die Trails forderten die volle Aufmerksamkeit, krass wie auch hier die meisten volle Kanne unterwegs waren. Die Wiesen waren wie Seife und so machten einige Mitstreiter dann doch einen sanften Abflug. 

Was war das für ein komisches Surren und Summen zwischendurch? «Hilfe!» E-Bikes zogen plötzlich an mir vorbei, auf der Strasse, aber auch mitten im Trail, «stimmt», dachte ich mir, die fahren auch mit…. – seltsames Gefühl, wenn die ohne nichts an dir vorbeiflitzen!

Schon lange nicht mehr wurde ich so gefordert in Sachen Single Trails im Mix mit Nässe, Kälte und die schlechte Sicht machten es zu einer regelrechten Schlammschlacht. Allerdings gab es auch Biker die das voll toll fanden, Zitat: „Läck mer, so viel Dräck, aber es esch eifach nume geil“, ich nickte einfach mal und war mir nicht sicher, ob ich da gleicher Meinung war. Irgendwie fand ich das auch, aber irgendwie war es auch einfach nur brrrrrrr!

Jetzt wechselte man die Seite, der Halbmarathon war hier zu Ende, für uns ging es weiter, wobei ich den 2. Teil angenehmer empfand, ebenfalls startet man hier Richtung Ächerli den Berg hinauf. Inzwischen sah ich fast gar nichts mehr und das Schalten wurde immer mühsamer, da das ganze Schaltwerk ein einziger Dreckklumpen war, welcher sich bei den Bachüberquerungen selber reinigen konnte oder man Griff zur Bidon-Säuberungsaktion… ;) Beim letzten Verpflegungsposten und einem kurzen Schwatz, wurde einem versprochen, nur noch ca. 300 HM und dann gehts abwärts.

Keine Ahnung, ob das 300 HM waren, es kam mir einiges länger vor und die letzten Abfahrten war der Höhepunkt dieser sonst schon extremen Trail-Tour. Ich staunte nicht schlecht als ich die steilen, Abhänge vor mir sah und die extrem langen Trail-Abfahrten unter die verschlammten Räder nahm. So wurden wir nochmals richtig durchgeschüttelt und vom Dreck traktiert, bis es flach einige Kilometer über den Flugplatz, dem Fluss entlang ins befreiende Ziel ging. Die schönste Dusche seit geraumer Zeit, es war eine Wohltat.

Wäre spannend diese Tour mal bei Sonnenschein zu absolvieren. Für Trail-Liebhaber die richtige Wahl :) (Text: Bötze)

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