Defrosted II Tour: Frostbeulen in der Sonnenstube

monte_bar

62.32 km / 4:22:20 / 1’544 hm
Lugano, Tesserete, Monte Bar, Tesserete, Lugano, Capolago

Riders: Schär-Lee & Sven Arber

Bilder der Tour auf Dropbox
Garmin-Connect

Ein lang gehegter Wunsch, mit meinem Spezi Sven im Tessin die Singletrails unsicher zu machen, wurde am Samstag endlich wahr. Das Wetter zeigte sich in der Sonnenstube der Schweiz mal wieder von seiner aller garstigsten Seite, ideal um den inneren Schweinehund zum Heulen zu bringen.

Nach einem ergiebigen Frühstück, inkl. Einführung in Adolf Ogis 3-Minuten-Eier-Geheimnisse, gings mit dem Zug von Capolago nach Lugano, von wo die beiden Sportskanonen auf dicht befahrenen Strassen den Weg nach Tesserete suchten. Guide Sven hatte die gesamte Strecke in seinem Typografenhirni gespeichert, was uns veranlasste, das ein oder andere Mal anzuhalten, Einheimische zu fragen oder bei Herrn Google nachzuschlagen.

In Tesserete angekommen, entledigten wir uns den warmen Sachen und machten uns in kurzärmligen Hosen auf den endlos scheinenden Aufstieg zum Monte Bar. Mit jedem Höhenmeter sank auch die Temperatur, bis uns bei 1000 Metern dann der Winter eingeholt hatte.

Svens fingerlose Handschuhe erfüllten ihren Zweck schon lange nicht mehr und Schär-Lees linker Fuss war wie ein abgefrorenes Stück Treibholz. Fluchend wuchteten sich die beiden den Berg hoch, angetrieben vom Gedanken an ein warmes Kafi und ein Stück Alpkäse. Sven fand sogar noch die Zeit, während des Aufstiegs, seinem Papi zu telefonieren und ihm die genaue Wetterlage zu beschreiben.

Endlich auf 1620 Metern angekommen, schleppten wir uns in die Monte Bar Hütte und wurden mit warmen Getränken und einer Tessiner-Jause belohnt.

Die Rückfahrt war dann einiges Angenehmer. Ein anspruchsvoller aber gut ausgebauter Singetrail, mit wenig Knautschzone lud zum Tanze ein und führte die beiden mit mehr oder weniger schlimmen Zwischenfällen wieder ins Tal nach Tesserete und zurück nach Lugano, wo man sich noch etwas in der Fussgängerzone tummelte.

Bis nach Capolago war dann auch der letzte Tropfen Isostar aufgebraucht und man gönnte sich bei Monika in der Lido Bar noch ein Coci.

Kann die Tour wärmstens empfehlen, am besten im Januar oder Februar, dann sind die Bedingungen vielleicht sogar noch etwas besser.

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